© FDBNM

@Dorf bei Tizi n Test

© FDBNM

@ Moschee Tinmel

Erdbeben in Marokko:


Tief betroffen haben wir am 9.9. morgens die schreckliche Nachricht vom Erdbeben im Hohen Atlas in Marokko  erhalten!

Unsere Freunde sind alle traumatisiert aber unbeschadet. Jedoch gibt es laut persönlichen Informationen in einigen Regionen viele Tote zu beklagen und keine Behausungen und ohne medizinische Versorgung.

Wir die Freunde der Bergnomaden haben dann zu einer Spendenaktion aufgerufen und unsere Freunde und Bekannte angeschrieben!



Ein Bericht von Lahoucine:

Lahoucine's Beschrieb zu dem Dorf, das wir auch nach den ersten Hilfeleistungen konkret unterstützen.


- Lage des Dorfes: Das Dorf Taourirt ist auf 1700-1800 Höhenmeter gelegen. Im Dorf leben 30 Familien.  22 Dorfbewohner*Innen sind

beim Erdbeben gestorben. Es ist das Dorf, bei dem das Beben "begann". Das Epizentrum des Erdbebens befindet sich

ca. 500 m vom Dorf entfernt im Osten. Das ganze Dorf wurde zerstört.


- Erdbeben: Das erste Beben war um 23:10 nachts, gefolgt von einem 2. kurz darauf. Ohne Strom, suchen die Überlebenden

mit dem Licht ihrer Telefons nach den Verschütteten. Schwierig, auch, weil der grösste Teil der jungen Dorfbevölkerung zum

Arbeiten in den grossen Städte ist. Diese kamen "erst" am/ab Samstagabend ins Dorf. Sie waren zu Fuss von Ouirgane

(von Marrakech, Casa, Rabat, Tanger kommend) oder Ouled Berrhil










von der Region Taroudant/Agadir und Süden ca

70-75 km zu Fuss ins Dorf gegangen da die Strassen in der Bergregion verschüttet, unterbrochen waren.

- Die Dorfbevölkerung lebt von der einfachen Landwirtschaft mit Terrassenfeldern und Tieren. 95% der Tiere sind tot.

Auf den Feldern stehen nun die Zelte (alle Häuser, das ganze Dorf ist zerstört), alle Mauern der Terrassenfelder sind kaputt.










- wie kam der Kontakt zu dem Dorf zustande? Als Lahoucine vor               2 Wochen in die Bergregion ging um den Menschen

in der stark betroffenen Zone "Sachen zu bringen" (Schuhe, Decken, warme Kleider, Solarlampen) haben sie dies

mehrheitlich 2 Dörfern, die sie an dem Samstag erreichten, gegeben.










Als er zum fotografieren anhielt, sprach ihn jemand an und fragte, ob sie nicht auch in sein Dorf (das oben auf dem Hügel,

nicht von der Strasse aus sichtbar liege und wo kaum Hilfeleistungen hinkämen, weil es schwierig erreichbar sei) kommen

könnten. Das Dorf ist nur über eine ca. 2 km lange sehr schmale, schwierige Piste erreichbar.


Die Person, die Lahoucine angesprochen hat, heisst Mustapha. Er war am Abend des Erdbebens, dem 8. September in

Agadir. Er hat beim Erdbeben seinen Vater verloren.


So sind sie dann mit ihm ins Dorf hinaufgefahren . Sie haben den Ort und die Menschen gefunden, um in überschaubarem Rahmen direkt Hilfe und Unterstützung zu leisten.

Überlebende Dorfbevölkerung:

trotz des grossen Leids, der Trauer ist eine sympathische und eindrückliche Herzlichkeit und Solidarität zu spüren. Der Wille, nach vorne zu schauen ist spürbar, praktisch alle Jungen des Dorfes sind ins Dorf zurückgekehrt. Das Wenige, das sie haben, teilen sie miteinander, helfen sich gegenseitig.












Das ganze Dorf lebt in Zelten, isst aber gemeinsam unter einem grossen Baum.

Alles was sie erhalten, teilen sie.


Die Teammitglieder, die letztes Wochenende mit im Dorf waren zum Helfen und den Abfall sammeln, waren berührt, betroffen und beeindruckt.  

Sie sagen, es sei schon nochmals etwas ganz anderes, dort zu sein, es  direkt zu sehen, als es in den Medien zu sehen ist. Die Zerstörung ist unfassbar,  die Athmosphäre im Dorf trotz allem gut und vorausschauend.











Lahoucine und unser Team und Mohamad Ahansal, der bzgl. Hilfeleistung und Abfall-Sammelaktion bzw. zurücknehmen

von Abfall statt leer zurückfahren eine Schaltung zu den Nachrichten von 2M  eingefädelt hatte, sind mit einer Liste von

Dingen, die aktuell benötigt werden, zurück nach Marrakech gefahren. So ist der Toyota nun mit "Zaungitter" beladen -

um den Friedhof mit den 22 frischen Gräbern vor Hunden zu schützen.













Lahoucine wird am Samstag wieder ins Dorf fahren und weitere praktische Dinge und warme Kleider zu bringen und

der Dorfbevölkerung weiterhin Unterstützung zu zu sichern.











"Themen sind": Zelt, geschützter Raum für die Kinder, Unterricht?

Irgendwann dann auch: Tiere und Felder/Gemüsegarten bebauen.

















..unserer Berberzelte stehen noch bei Omar Id Ali und bei Brahim Aitlhaj und Familien,  da  sie noch nicht wieder in ihre beschädigten Häuser zurück können.













Lahoucine hat da, wo es gebraucht wird, da im September keine Arbeit als Trekking-Koch, Geld für die Lebensmittel etc gegeben.


Von staatlicher Seite wurde und wird über den Spezialfonds viel Unterstützung und Infrastruktur bereit gestellt.

So wurden nun z.B. zwischen dem ersten und dem 2. Besuch im Dorf einfache Toiletten eingerichtet - und unterhalb

auch erste "Art Kabinen" als "festere Unterkünfte als die Zelte".           Pro Familie - Familienvorstand soll jeden Monat

2500 MAD während den kommenden 12 Monaten ausbezahlt werden. Ebenfalls werden für den Wiederaufbau von komplett zerstörten Häusern und/oder die Instandstellung von beschädigten Häusern Gelder gesprochen.

Die Region soll zudem bzgl. Infrastruktur (Schulen, medizinische Versorgung) und Erwerbsmöglichkeiten gestärkt werden.


                                        Liebe Grüsse  Brigitte & Lahoucine

                                    Amalou voyages-trekking, Marrakech

(Fotos und Text wurden von Brigitte und Lahoucine zur Verwndung freigegeben)

Spendenkonto:

Verwendungszweck:

"Erdbebenhilfe Marokko"


Salzburger Sparkasse Bank AG

Freunde der Bergnomaden Marokkos

IBAN: AT13 2040 4000 4189 5772

BIC: SBGSAT2SXXX

Danke für die Spende!!!



Dorf 16.09.23

© FDBNM

2023-10-02 Häuser

© FDBNM

Tinmel_16.09.23

© FDBNM

23092023-Zeltdorf

© FDBNM

23092023-Sammeln

© FDBNM

2023-10-01 Zäune

© FDBNM

Kinder
23092023_Zelt

© FDBNM

23092023-Tee

© FDBNM

© FDBNM